Sani-Aktuell

Finanzierung von Pflegehilfsmitteln

x230 y bc7f2b 2012 02Definition nach § 40 Abs. 1 SGB XI:

Pflegebedürftige haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen, soweit die Hilfsmittel nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung zu leisten sind.

Pflegehilfsmittel werden nur bezahlt, wenn eine Pflegebedürftigkeit mit entsprechender Einstufung
vorliegt und eine Leistungspflicht der Krankenkassen entfällt. Bei Handicaps durch eine Krankheit
oder Behinderung bleibt die Krankenkasse für die Finanzierung von Hilfsmitteln weiterhin zuständig.

Wichtige sani team-Info

Der Antrag auf die Kostenübernahme eines Pflegehilfsmittels kann ohne ärztliche Verordnung bei der Pflegekasse gestellt werden. Eine Absprache mit dem Hausarzt ist dennoch empfehlenswert. Pflegehilfsmittel belasten nicht das Budget des Arztes.

Für technische Hilfsmittel – keine Verbrauchsgüter – haben Pflegebedürftige, die das 18. Lebensjahr
überschritten haben, eine Zuzahlung von 10 %, maximal jedoch 25,– Euro je Hilfsmittel, selbst zu entrichten (in Härtefällen Befreiung möglich) – es sei denn, das Hilfsmittel wird leihweise zur Verfügung gestellt.

 

 

Finanzierung von Pflegehilfsmitteln

Zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel werden bis zu einem Betrag von 31 Euro pro Monat von der Pflegekasse bezahlt. Dazu gehören folgende Verbrauchsgüter:

  • Einmalhandschuhe, Fingerlinge
  • saugende Bettschutzeinlagen für den einmaligen Gebrauch
  • Desinfektionsmittel
  • Mundschutz
  • Kleidungsschutz (Schürzen)

Bestimmter Pflegehilfsmittel werden ohne Obergrenzen vergütet. Zu diesen Gebrauchsgütern zählen:

  • Pflegebetten (Seniorenbetten, Krankenbetten, usw.)
  • Bettenzubehör
  • Beistelltische
  • Bettpfannen
  • Urinflaschen
  • Kopfwaschbecken
  • Ganzkörperwaschsysteme
  • Duschwagen